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02.03.2011 

Step by Step 

Vom Kleinbetrieb zum Systempartner – Anton Ihle investiert seit Jahren in seine Treppenfertigung. Herzstück der neuen Fertigungsanlagen ist das neue CNC-Bearbeitungszentrum HOMAG BOF 222.

Im wahrsten Sinne des Wortes: Stufe um Stufe hat sich Schreinermeister Anton Ihle aus Ringingen bei Ulm von einem Kleinbetrieb zu einem der führenden Treppenbauspezialisten in Süddeutschland. Heute liefert Ihle ca. 1.600 Treppen pro Jahr ins In-und Ausland. Als einer der wenigen Hersteller deckt er dabei die komplette Bandbreite der Treppenarten ab. Gefertigt werden alle Arten von Bolzentreppen, Wangentreppen, Faltwerke und Blockstufentreppen. Dabei kommt längst nicht mehr nur Holz zum Einsatz: Stahl, Glas und HPL ergänzen die Produktpalette.
     
 

 
Aus kleinen Anfängen
Begonnen hat Anton Ihle vor 23 Jahren, gemeinsam mit einem Partner, als selbstständiger Schreiner: "Wir haben fast alles gemacht: Innenausbau, Wintergärten, Ladenbau, Einzelmöbel und Treppen. Wir waren gut und unsere Kunden haben uns geschätzt, aber wir haben kein Geld verdient."
Vor 18 Jahren bot sich dann die Gelegenheit zur Spezialisierung auf den Treppenbau. Eigenständig mietete er die Räumlichkeiten eines Treppenbauers, der seinen Betrieb aufgab – gleichzeitig konnte er Teile der Ausrüstung übernehmen. Dazu gehörte auch das CAD- Konstruktionspaket, mit dessen Hilfe Ihle von Anfang an Aufträge mit modernsten Hilfsmitteln planen und exakt produzieren konnte. Ähnlich kam Ihle auch zum Einstieg in die CNC-Technik: Aus einer weiteren Betriebsauflösung übernahm er eine Eigenbaumaschine mit Bediener und wurde als kleiner "Betrieb im Betrieb" in die Fertigung übernommen. Vor 10 Jahren wagte Ihle den Schritt zur eigenen 3-Achs-CNC-Oberfräse. Die Konturbearbeitung aller Bauteile erfolgte durch die Maschine, alle Horizontalbearbeitungen wurden manuell ausgeführt. Für den wachsenden Betrieb stellte dies die ideale Kombination aus günstiger Automatisierung und manueller Bearbeitung dar.
Nicht nur die Fertigung hat sich entwickelt, auch die Produktentwicklung kam nicht zum Stillstand – permanent entstanden komplett neue und innovative Konstruktionen, immer wieder stellte Ihle seinen bisherigen Ablauf und das Sortiment in Frage. Eines seiner Highlights ist das System mit einer Flachwange aus HPL: "Wir hatten häufig Probleme mit Stahlwangentreppen. Umständliches Handling auf der Baustelle und immer wieder Nacharbeiten mit mehrfachen Montageeinsätzen ließen nur einen unbefriedigenden Ertrag übrig. Deshalb machten wir uns auf die Suche nach Alternativen und entwickelten ein komplettes System bis zur amtlichen Zulassung – ein echtes Renner-Produkt".
 
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Neues Herzstück für die Fertigung
Vor drei Jahren entschied Anton Ihle das Unternehmen weiter auszubauen. Den Baustufen 2003 und 2005 mit 600 m² und 300 m² Fläche folgte 2008 ein weiterer Anbau von 600m². Dass dies für einen Unternehmer, der permanent neue Ideen entwickelt, nicht nur eine Flächenerweiterung sein kann, ist klar: "Um die Fertigung effizienter zu gestalten habe ich parallel dazu in eine Lackierstraße und ein CNC-Bearbeitungszentrum investiert. Alle Bauteile sollen nach dem Kalibrieren direkt auf das CNC-Bearbeitungszentrum gehen und in einer anspruchsvollen Qualität bearbeitet werden. Anschließend schleift man noch kurz die Kanten nach und die Teile können direkt in die Oberflächenbehandlung gehen."
Die erwarteten Eigenschaften der Maschine standen fest: Um Werkzeugwechselzeiten zu vermeiden, muss die Maschine über mehrere Spindeln verfügen und als Portal gebaut werden. Die Fräsqualität darf nur noch eine minimale Nacharbeit erfordern.
Bei HOMAG hat sich Anton Ihle also zunächst die Portalmaschinen angeschaut: "Es war für mich klar, wie die Maschine aussehen sollte. Wir haben die Dinge besprochen und im Vorführraum die Maschine angeschaut. Zum Abschluss haben wir dann noch einen Rundgang durch die Fertigung gemacht und dort sah ich dann das HOMAG BOF 222 stehen. Diese Maschine hat es mir gleich angetan. Durch die Kombination der beiden Spindeln, die unabhängig voneinander auf den großen Kettenwechsler zugreifen können, habe ich die maximale Flexibilität und die kurzen Wechselzeiten, die ich brauche. Anfangs hatte ich Bedenken gegenüber einer Auslegermaschine in Bezug auf die Bearbeitungsqualität. Die haben sich aber gleich nach der Bearbeitung einiger Testwerkstücke erübrigt."
Im Laufe der Zeit hat auch die Qualität anderer Produkte aus der HOMAG Group überzeugt. So steht neben dem HOMAG CNC-Bearbeitungszentrum eine Schleifmaschine von BÜTFERING und ein weiteres CNC-Bearbeitungszentrum Venture 3 von WEEKE – mit dem stellt Ihle Zulieferteile für die Industrie her.

Ein leistungsfähiger Partner
Ihle vertreibt seine Treppen heute sowohl im gesamten Bundesgebiet als auch im Ausland. Neben dem eigenen Vertrieb über die den Kernstandort Ringingen bei Ulm gehören zum Unternehmen zwei weitere eigene Showrooms und Verkaufsniederlassungen. Fertigbauunternehmen und Zimmereien haben Ihle als Systemlieferanten gewählt und eine wachsende Zahl an Firmen, die bisher Treppen selbst gefertigt haben, setzen auf die Ihle-Kompetenz. Hieraus entstand ein erfolgreiches Partnerkonzept, zu dem auch die HPL-Flachwangentreppe gehört. Das System wird inzwischen von mehreren Partnern in Lizenz eingesetzt, darunter auch von einigen renommierten Branchenkollegen. Anton Ihle ist gerüstet mit innovativen Produkten, einer professionellen Produktion und offen für neue Partner, ob als Lizenznehmer oder Systempartner.

 
Anschrift

HOMAG
Holzbearbeitungssysteme GmbH

Homagstrasse 3-5
72296 Schopfloch
Deutschland

Tel.: +49 7443 13 0
Fax: +49 7443 13 2300
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