SCHULER MCS / woodProcess importiert die Online-Bestellungen und erstellt die Auftragsbestätigung. Bei nachträglichen Änderungswünschen des Kunden wird bei Bedarf auch grafisch nachbearbeitet. Gleichzeitig werden die Preise automatisch neu berechnet. Ohne weitere manuelle Bearbeitung erfolgt im Anschluss dann die Generierung der Produktionslisten und der Daten für den Nesting-Prozess.
Die HOMAG Lean Factory ist ein CNC-Bearbeitungszentrum mit zwei Bearbeitungstischen. Auf dem ersten Tisch werden die mit dem Beschicker aufgelegten Platten materialoptimierend genestet und die Vertikalbearbeitung vorgenommen. Anschließend werden die Teile aus dem „Nest“ nacheinander auf die sich zuvor automatisch positionierenden Sauger des zweiten Arbeitsbereichs der Maschine übergeben.
Dort werden sie inklusive Kantenanleimen und -bearbeiten fertig gestellt, bevor sie schließlich
automatisch an den Auslaufbereich der Maschine übergeben werden.
In diesem Bereich stellt dann just in time ein Etikettendrucker die erforderlichen Barcode-Etiketten für die fertigen Möbelkomponenten zur Verfügung.
Software sorgt für durchgängigen Datenfluss
Die Software SCHULER MCS / woodProcess bildet bei Team-Work sowohl die technischen als auch die kaufmännischen Prozesse ab und sichert so den durchgängigen Datenfluss vom Angebot bis hin zur Maschinenanbindung in der modernen Fertigung. Die grafische Planung auf Basis von AutoCAD ist integriert. Somit kommen kaufmännische Daten, Grafik- und Maschinendaten aus einer Hand. Aus den Online Bestellungen und auch aus manuell erfassten Aufträgen erzeugt SCHULER MCS / woodProcess automatisch Fertigungslisten z. B. für die Lagerentnahme und Montage, Daten für Barcode-Etiketten sowie Maschinendaten für die CNC-Bearbeitung mit woodWOP und fürs Nesten mit woodNest.
Kaufmännische Daten und Fertigungsdaten erstellt SCHULER MCS / woodProcess jedoch nicht nur für die Team-Work-Möbel aus dem Internet-Shop und für die Lean Factory. Auch das sehr breit gefächerte Programm der Tischlerei Z. E. & F. Plattner wird mit SCHULER MCS / woodProcess komplett bearbeitet. Dabei handelt es sich um hochwertige Möbel für den Innenausbau, um die Lohnfertigung von Zuschnitten und Bekantungen, um die Bearbeitung von Akustik-Platten und vieles mehr.
Die Daten werden in SCHULER MCS / woodProcess grundsätzlich für mehrere Produktionswege aufbereitet, denn neben der Lean Factory sind auch der weitere Maschinenpark und die Montage konsequent in den Datenverbund integriert.
Partnerbetriebe profitieren von Qualität und Service
Team-Work beliefert inzwischen bereits mehr als 70 Schreiner und Tischler als Zulieferer für Korpusmöbel, Tendenz steigend. Ernst Plattner weiß, dass seine Kundschaft anspruchsvoller wohl nicht sein könnte. Schließlich schaut natürlich niemand so kritisch auf Schreinerarbeit wie ein Schreiner selbst. Deswegen ist für ihn höchste Fertigungsqualität auf der einen Seite ebenso wichtig, wie absolute Zuverlässigkeit in Bezug auf Liefertermintreue. Die allermeisten Aufträge gehen binnen fünf Arbeitstagen nach Auftragseingang raus an die Partnerbetriebe. Im Einzelfall und nach Rücksprache geht das natürlich auch mal deutlich schneller.
Das Unternehmen bedient sich hier übrigens nicht einer Spedition, sondern stellt die Ware selber mit einem eigenen Fuhrpark zu – ob zusammengebaut oder nicht, entscheidet der Partnerbetrieb. Rund die Hälfte aller Möbel verlassen zurzeit fertig montiert die Werkstore. Service heißt für Ernst Plattner auch, über das standardmäßig Konfigurierbare hinaus im Prinzip auch sämtliche Sonderwünsche seiner Partner zu erfüllen. Hier kommt ihm die fachliche und Fertigungskompetenz und gleichzeitig natürlich auch die räumliche Nähe der Tischlerei zugute, auf deren technische Möglichkeiten Team-Work jederzeit in vollem Umfang zurückgreifen kann. Das gilt übrigens auch umgekehrt: Die Tischlerei bestellt ihrerseits selbstverständlich auch zu den üblichen Konditionen bei Team-Work.
Die Plattners heben auch das sehr umfangreiche und stets lagermäßig verfügbare Standard-Programm hervor. Dieses umfasst aktuell 19 Farben aus der Palette des Werkstoffherstellers Kaindl. Darüber hinaus bekommen Team-Work-Partner auf Wunsch aber auch beliebige andere Oberflächen, sei es Dekor oder furniert. Ähnlich vielseitig sind die Möglichkeiten auch auf Werkstoffseite.
An langfristigen Partnerschaften interessiert
„Wir müssen noch einige Überzeugungsarbeit bei unseren Kollegen aus dem Tischlerhandwerk leisten“, wissen Franco und Ernst Plattner, die an langfristigen und vertrauensvollen Partnerschaften mit ihren anspruchsvollen Kunden interessiert sind. „Wir wollen, dass unsere Partner ebenso und langfristig von der Zusammenarbeit profitieren wie wir. Schließlich verfügen wir über die Infrastruktur, hochwertige Tischlerqualität mit kurzen Lieferzeiten und zu sehr attraktiven Preisen herzustellen. Das ermöglicht es unseren Partnern, ihren Kunden gegenüber sehr flexibel aufzutreten. Auf der anderen Seite können sie mit unseren Produkten in den meisten Fällen eine höhere Wertschöpfung erzielen, als dies durch Eigenproduktion machbar wäre.“
Fachartikel BM, Juni 2008, Bericht und Bilder von BM-Redakteur Christian Närdemann